BERGBRENNER & HÜTTEN

Grassl Brennhütten

Das Erntegebiet der Enzianbrennerei Grassl liegt in den Steilhängen und Almflächen über 1.000 Meter und erstreckt sich von der Enzianhütte am Roßfeld über die drei Brennhütten im Nationalpark am Priesberg, auf der Wasseralm und am Funtensee bis zur Wurzelgraberhütte auf der Kallbrunnalm im Pinzgau (Salzburger Land). Wie schon vor Jahrhunderten ernten die Wurzelgraber die bis zu einem Meter langen und bis zu zwei Kilo schweren Wurzeln des gelben und violetten Enzians mit Spezialhauen von Hand. Eine mühsame Arbeit - denn die Wurzelgraber bringen die bis zu 30 Kilogramm schweren Säcke zur Hütte, wo die Wurzeln vom Bergbrenner gehackt, eingemaischt und zweimal gebrannt werden.

Grassl Brenntradition

Nur im mehrjährigen Abstand wird am gleichen Fleck gegraben, damit sich die Pflanzen regenerieren können. Und so wandert der Bergbrenner von Hütte zu Hütte, wo er stets einige Wochen verbleibt. Bei aller Anstrengung am Tage - so manchen Abend lässt er mit seinen Wurzelgrabern in geselliger Runde ausklingen. Die Bergbrenner des Hauses Grassl pflegen eine jahrhundertealte Tradition. Sie tragen Verantwortung für das Kulturgut der fünf Brennhütten und leben und arbeiten in den Sommermonaten im Hochgebirge. Sie sind Brenner, Wurzelgraber, Handwerker und Markenbotschafter in einer Person und daher auch bekannte Gesichter der Grassl-Brenntradition.  
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